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Einbürgerung von Schweizern

Das neue Bundesrecht erforderte eine grundlegende Überarbeitung des kantonalen Bürgerrechtsgesetzes. Im April 2017 unterbreitete der Regierungsrat dem Grossen Rat das Gesetz zur Totalrevision. Im Dezember 2017 stimmte der Grosse Rat der Gesetzesvorlage zu. Nun hat der Regierungsrat am 22. Mai 2018 die dazugehörige Verordnung genehmigt. Das neue Kantonsbürgerrechtsgesetz und die neugefasste Verodnung sind rückwirkend auf den 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt worden. Seit diesem Zeitpunkt ist auch das neue Bürgerrecht des Bundes in Kraft.

Untenstehend finden Sie wichtige Informationen zum Verfahrensablauf bei der ordentlichen Einbürgerung. Weitere Auskünfte über das Einbürgerungsverfahren erteilen die zuständigen Gemeindebhörden sowie das Amt für Handelsregister und Zivilstandswesen.

Voraussetzungen

Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die in geordneten persönlichen und finanziellen Verhältnissen leben, können um Aufnahme in das Gemeindebürgerrecht ersuchen, wenn sie bei Einreichung des Gesuches seit mindestens zwei Jahren ohne Unterbruch in der Politischen Gemeinde wohnen.

Verfahren

Das Einbürgerungsgesuch ist mit den erforderlichen Unterlagen bei der Politischen Gemeinde einzureichen.
Bei Kantonsbürgerinnen und -bürgern entscheidet die Politische Gemeinde abschliessend über die Erteilung des Gemeindebürgerrechtes.

Sind der Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin nicht bereits Thurgauer Bürgerinnen oder Bürger, so verleiht der Grosse Rat nach Erteilung des Gemeindebürgerrechtes das Kantonsbürgerrecht.

Unterlagen

Zusammen mit dem schriftlichen Gesuch sind für jede vom Gesuch erfasste Person folgende Unterlagen beizulegen:

  • Auszug aus dem schweizerischen Personenstandsregister (Infostar), der nicht älter als sechs Monate ist
  • Lebenslauf
  • Arbeitsbestätigung oder Nachweis der selbständigen Arbeitstätigkeit
  • Privatauszug aus dem Schweizerische Strafregister für Personen, die das 18. Altersjahr vollendet haben
  • Auszug aus dem Betreibungsregister für Personen, die das 16. Altersjahr vollendet haben
  • Bescheinigung der Steuerbehörde über die aktuellen Steuerfaktoren

Kosten

Erteilung des Thurgauer Gemeindebürgerrechts

Die Gemeinden legen die Gebühren für die Erteilung des Gemeindebürgerrechts in eigener Kompetenz fest. Diese können je nach Gemeinde unterschiedlich hoch sein. Die entsprechenden Auskünfte sind bei der jeweiligen Einbürgerungsge­meinde einzuholen.

Erteilung des Thurgauer Kantonsbürgerrechts Fr. 300.00 pro Person*

* Minderjährige Kinder werden in der Regel in das Gesuch der Eltern einbezogen. Für die in das Gesuch einbezogenen Kinder wird auf kantonaler Ebene keine Einbürgerungsgebühr erhoben.

Beibehaltung bisheriger Kantons- und Gemeindebürgerrechte

Die thurgauische Gesetzgebung erlaubt eingebürgerten Personen die Beibehaltung der bisherigen Kantons- und Gemeindebürgerrechte. Trotzdem kann der Erwerb eines thurgauischen Gemeindebürgerrechtes oder des Kantonsbürgerrechtes Folgen auf den Verlust oder die Beibehaltung ausserkantonaler Kantons- oder Gemeindebürgerrechte haben. Wir empfehlen Ihnen daher, sich vor der Gesuchseinreichung beim Zivilstandsamt Ihres bisherigen Heimatortes zu informieren (Zivilstandsamtsuche ganze Schweiz).

Gesetzliche Grundlagen

Die massgebenden Bestimmungen für das Einbürgerungsverfahren sind enthalten im

Gesetz über das Kantons- und Gemeindebürgerrecht vom 6. Dezember 2017 (KBüG) mit der dazugehörigen Verordnung vom 22. Ma 2018 (KBüV)